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29.07.2018 Pößnecker Sonntagsstreifzug Teil 4/6

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Pößnecker Sonntagsstreifzüge Teil 4/6

"Von Post zu Post"

 

Mit Stadtfüher Karl Ernst

Treffpunkt: Haus der Geschenke, Breite Straße

Zeit: 13:30 Uhr

Wo sich in Pößneck das repräsentative Reichspostgebäude aus der Kaiserzeit, das 1885 erbaut wurde, befindet, ist wohl jedem Einheimischen bekannt. Es verdankt seine Entstehung den sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert rasch verändernden Bedürfnissen und Erfordernissen der sich in der Stadt entwickelnden industriellen Produktion, die auf allen Gebieten der Infrastruktur zu Umbrüchen und Neuerungen führte.

Wie aber tauschten die Pößnecker vor Jahrhunderten ihre Mitteilungen und Sendungen mit den Familienangehörigen, Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern an anderen Orten aus? Auf welche Weise gelangten die Erlasse der Landesfürsten und ihrer Ämter an den Stadtrat nach Pößneck und die Schreiben aus dem Rathaus nach Coburg, Saalfeld oder Altenburg? Eine einfache Antwort:

"2 Schock und 2 Groschen erhielten Christoff Weniger und Hanß Wunderlich, umb dass sie nach Altenburgk geloffen" (1635).

Die eigentliche Postgeschichte in Pößneck beginnt vor rund 300 Jahren mit der Gründung einer Postexpedition in Pößneck. Und mit dieser Geschichte startet auch der Stadtrundgang von Haus zu Haus, der über verschiedene Stationen führt, die mit dem Postwesen in der Stadt verbunden sind.

Dieses bestand in der Postexpedition und der Posthalterei.

Goethe kam 18 Mal nach Pößneck. Einige Male benutzte er Extraposten und Eilposten, um die letzte Station auf der Heimreise schnell zur geliebten Christiane zurückzulegen.

Wo kam er in Pößneck an? Von wo fuhr er weiter?

Ein Zeitzeugin beschrieb die Verhältnisse um 1825: "Auch das Postwesen lag damals noch in der Wiege; und die wenigen Brief, welche Pößneck durch die Post erhielt, wurden von der Hausmagd des Postmeisters herumgetragen, welcher Aufwand jedoch nicht alle Tage nötig war, weil in der Woche im Ganzen nur vier Postwagen und vier reitende Posten ankamen".

Die Briefe trug damals "‘s Post-Rieckel" mit einem Henkelkörbchen aus. Von wem erhielt sie den Auftrag, und wohin brachte man Briefe zur Beförderung? Um 1840 wurde es lebhaft. Eilposten wurden auf verschiedenen Linien eingerichtet für die der Posthalter Diesel 15 bis 20 Pferde für den erforderlichen Pferdewechsel und Vorspanndienste parat halten musste. In welchem Stall standen diese?

1850 wurde der deutsch-österreichische Postverein gegründet und die Briefmarken sowie für alle bestehenden 15 deutschen Postverwaltungen ein einheitliches Briefporto eingeführt. Für Pößneck ist es das Gründungsjahr eines eigenen Thurn und Taxisschen Postamtes, das wieder ein neues Haus bezog, aber kurz darauf machte sich der Ankauf eines größeren Gebäudes erforderlich. Wieder ein neues Postamt. 

Nach Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Telegrafie endlich auch Pößneck, und es musste ein großer Amtsraum und ein Apparateraum für die Telegrafenstation in einem kommunalen Gebäude bereitgestellt gestellt werden, bevor sie einige Zeit später ins benachbarte Postgebäude einzog, das aber in diesen Jahren bereits aus allen Nähten platzte. Hier mühten sich sechs Beamte und zwölf Unterbeamte unter sehr beengten Verhältnissen, dem Ansturm, den die neue Zeit der Industrialisierung mit sich brachte, gerecht zu werden. "Die Postverwaltung dachte daran, sich ein eigenes Heim mit allen vorteilhaften, praktischen und bequemen Einrichtungen zu beschaffen. Sie erwarb nach langer Wahl einen geeigneten Bauplatz an der neuerstandenen Bahnhofstraße".

Damit können wir den Rundgang zu der letzten Station, dem bekannten Postgebäude, fortsetzen.

Eintrittskarten zu 2,50 € für Erwachsene und 1,00 € für Kinder, ab 11 Jahren können in der Stadtinformation Pößneck, Klosterplatz 2-4-6 erworben werden.

Die Eintrittskarten für den Sonntagsstreifzug können in der Stadtinfo auch sonntags (d.h. direkt am Veranstaltungstag) sowie im Vorverkauf erworben werden.

Fachbereich Kultur

weitere Termine der Pößnecker Sonntagsstreifzüge 2018:

26. August: Pößneck und seine süße Seite
30. September: Musikalischer Stadtrundgang: Schlettwein

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