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PÖẞNECK

Leben mit Corona

Aktuelles für Pößneck – Stand vom 15.April 2021

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind für den gesamten Freistaat mit Geltung von heute bis zum 24. April angepasst worden. Der Saale-Orla-Kreis verlängert die aktuell geltende Allgemeinverfügung gleichlautend bis zum 25. April.

Danach ist das Verlassen der Wohnung oder Unterkunft zwischen 22 und 5 Uhr nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes gem. § 1 Abs. 4 der Allgemeinverfügung zulässig (nächtliche Ausgangssperre).

Weiterhin sollen alle physisch-sozialen Kontakte zu anderen Personen (außer denen des eigenen Haushalts oder Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht) auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden, um die exponentielle Ansteckungsrate mit der Lungenkrankheit Covid19 in Deutschland zu durchbrechen und eine Überforderung des Gesundheitswesens zu verhindern, zum Schutz für uns alle, insbesondere für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen und schwachem Immunsystem.

Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit sowie private Zusammenkünfte sind mit Angehörigen des eigenen Haushalts und Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht und maximal einer Person eines weiteren Haushalts sowie zugehörigen Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs gestattet. Vom 2. bis 5. April dürfen insgesamt bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten sowie zugehörige Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs zusammenkommen. Die Anzahl der Haushalte, aus denen die Kontaktpersonen stammen, sollen möglichst konstant und gering gehalten werden. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner oder Lebensgefährten gelten als ein Haushalt, auch wenn sie in keiner häuslichen Gemeinschaft leben. Kinder aus zwei Haushalten, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen davon abweichend in fest organisierten, nicht geschäftsmäßigen und unentgeltlichen Betreuungsgemeinschaften gemeinsam betreut werden.

Der Ausschank und Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ist in festgelegten und gekennzeichneten Bereichen untersagt. 

Bei Trauerfeiern und Beerdigungen sind insgesamt bis zu 25 Personen zulässig. Auf nicht notwendige private Reisen/Besuche sowie auf tagestouristische Ausflüge soll verzichtet werden. Touristische Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben und touristische Reisebusveranstaltungen sind untersagt. Gaststätten dürfen sich nur mit Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen und Getränke betätigen. Es gilt landesweit ein allgemeines Veranstaltungsverbot. Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen sind geschlossen. Versammlungen nach Art. 8 Grundgesetz/Art. 10 der Verfassung des Freistaats Thüringen sind unter freiem Himmel auf max. 500, in geschlossenen Räumen auf max. 50 Teilnehmer begrenzt; die Teilnehmerzahl verringert sich, sobald der Inzidenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner beträgt. Versammlungen von politischen Parteien sollen möglichst mit reduzierter Teilnehmerzahl am Versammlungsort oder unter Verzicht auf Präsenz stattfinden. Ausgenommen sind Sitzungen und Versammlungen, die der Vorbereitung und Realisierung von rechtlich vorgesehenen Wahlen dienen.

Die Stadtverwaltung Pößneck - Rathaus und Neustädter Str. 1 - bleibt bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. In dringenden Fällen, die nicht telefonisch, elektronisch oder schriftlich geklärt werden können, kann telefonisch oder per E-Mail ein Präsenztermin vereinbart werden. Das gilt auch für das Standesamt sowie das Stadtarchiv Pößneck.

Bis auf Weiteres geschlossen bleiben weiterhin das Museum642-Pößnecker Stadtgeschichte, das Stadtbad Pößneck mit Sauna, das Schützenhaus und das Mehrgenerationenhaus Freizeitzentrum Pößneck. In der Stadtbibliothek Bilke ist die Medienausleihe mit Vorbestellung per Telefon oder E-Mail und Abholung zu einem vereinbarten Termin bis auf Weiteres ausgesetzt, da das Personal von Quarantänemaßnahmen bzw. Krankheit betroffen ist. Das Onleihe-Angebot der Bibliothek ist über www.thuebibnet.de verfügbar.

In der Stadtinformation Pößneck besteht Mo.-Fr. 11-16 die Möglichkeit, Waren telefonisch unter 03647 412295 vorzubestellen und mit Terminvereinbarung bei kontaktloser Bezahlung abzuholen. Hier finden Sie ein Formular für die Rückerstattung von Kartenvorverkäufen, die in der Stadtinformation erworben wurden.

Kindertagesstätten und Schulen bleiben weiterhin und bis einschließlich 25. April geschlossen, die Schüler befinden sich im häuslichen Lernen bzw. in den Ferien. Eine Notbetreuung für Kinder und Schüler bis zur 6. Klasse und für Schüler von Förderzentren wird nach Möglichkeit gewährleistet. Schullandheime, Einrichtungen der Erwachsenenbildung sowie der Kinder- und Jugendhilfe mit Beherbergungsbetrieb bleiben geschlossen. Einrichtungen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung können Präsenzangebote fortführen, soweit diese im Rahmen laufender Ausbildungsverträge oder zur Vorbereitung und Absolvierung von Zwischen- und Abschlussprüfungen notwendig sind.

Körpernahe Dienstleistungen, wie solche in Friseurbetrieben, Nagel-, Kosmetik-, Täto-wier-, Piercing- und Massagestudios sowie Solarien, sind unter Corona-Schutzmaßnahmen zulässig. Sofern eine qualifizierte Geschichtsmaske nicht oder nicht durchgängig getragen werden kann, sollen die Kunden sich vor Ort einer beobachteten Selbsttestung mit einem in Deutschland zertifizierten Antigenschnelltest zur Eigenanwendung unterziehen, wenn sie kein (max. 48 Stunden altes) molekularbiologisches Testergebnis oder keine Bescheinigung über ein (max. 24 Stunden altes) negatives Ergebnis eines Antigenschnelltests oder einer PCR-Testung vorlegen können.  Der Einzelhandel ist geschlossen, von definierten Ausnahmen gem. § 8 Abs. 2+3 der Thüringer Verordnung abgesehen, z.B. Verkauf von Lebensmitteln, Drogeriewaren, Tierbedarf, Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien und Floristikgeschäfte, Kinderschuhgeschäfte und Buchhandlungen. Baumärkte dürfen nach vorheriger Terminabsprache für Einzelkunden öffnen (max. ein Kunde je 40 qm Geschäftsfläche). Die geschlossenen Läden dürfen Telefon- und Onlineangebote mit Versand, Lieferung oder Abholung von Waren unterbreiten; bei Abholung bestellter Waren durch Kunden muss die Übergabe kontakt- und bargeldlos außerhalb der Geschäftsräume erfolgen. Ab dem 12. April dürfen die Geschäfte des Einzelhandels in Abhängigkeit vom landesweiten Inzidenzwert Termineinkäufe für einen bestimmten Zeitraum für die Kunden ermöglichen, die sich vor Ort einer beobachteten Selbsttestung mit einem in Deutschland zertifizierten Antigenschnelltest zur Eigenanwendung unterziehen, wenn sie kein (max. 48 Stunden altes) molekularbiologisches Testergebnis oder keine Bescheinigung über ein (max. 24 Stunden altes) negatives Ergebnis eines Antigenschnelltests oder einer PCR-Testung vorlegen können.  Termineinkäufe sind zulässig, sofern der Inzidenzwert an den dem 12. April vorangegangenen sieben Tagen unter 200 liegt und solange dieser Wert an nicht mehr als zwei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird.

Zoologische und botanische Gärten sowie Tierparks unter freiem Himmel können ab dem 10. April für den Publikumsverkehr öffnen.

Die allgemeinen Schutzmaßnahmen (1,5m Mindestabstand, Händehygiene, Husten- und Niesetikette usw.) sind konsequent einzuhalten. Es gilt eine erweiterte Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, u.a. unter freiem Himmel in den dafür gekennzeichneten Bereichen, bei Versammlungen (ausgenommen die Versammlungsleitung bzw. der jeweilige Redner während des jeweiligen Redebeitrags), bei Veranstaltungen politischer Parteien oder Zusammenkünften zu religiösen und weltanschaulichen Zwecken.

Außerdem besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung auf Parkplätzen, vor Einzelhandelsgeschäften und an gesondert gekennzeichneten Orten mit erhöhtem Publikumsverkehr sowie in allen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen wie etwa in Arbeits-, Dienst- und Betriebsstätten (außer am persönlichen Arbeitsplatz, sofern dort der Mindestabstand und mindestens 10 qm Fläche für jede im Raum befindliche Person eingehalten werden oder die Art der Tätigkeit das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zulässt).

Bei der Teilnahme an kommunalen Gremiensitzungen, religiösen und weltanschaulichen Zusammenkünften, bei Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs oder von Geschäften mit Publikumsverkehr sowie in Fahr-/ Flugschulen (theoretischer Unterricht und praktische Ausbildung in Räumen bzw. Fahrzeugen), Praxen von Ärzten, Psycho- und Physiotherapeuten oder sonstigen der medizinischen und therapeutischen Versorgung dienenden ambulanten Einrichtungen ist ab vollendetem 15. Lebensjahr eine qualifizierte Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, d.h. eine medizinische Gesichtsmaske oder eine Schutzmaske ohne Ausatemventil mit technisch höherwertigem Schutzstandard, insbesondere FFP2 (zulässige Masken werden auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums veröffentlicht). Jede Person ist angehalten, bei längerem unvermeidbaren Kontakt zu anderen Personen, insbesondere in geschlossenen Räumen, eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung zu verwenden.

Kinder bis 6 Jahre und Personen, denen dies wegen Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Pflicht des Tragens einer Mund-Nase-Bedeckung ausgenommen.

Bei religiösen und weltanschaulichen Zusammenkünften ist der Gemeindegesang untersagt. Bei Versammlungen u.ä. sowie Einrichtungen mit Publikumsverkehr sind Personen mit Symptomen von Covid19, insbesondere akutem Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, Atemnot oder Fieber im Zusammenhang mit neu aufgetretenem Husten von der Teilnahme auszuschließen.

Es besteht weiterhin eine verbindliche Meldepflicht und ein engmaschiges Monitoring durch das Gesundheitsamt des Landkreises. Personen, die Kontakt zu einer mit Covid19 infizierten Person hatten, müssen dies unverzüglich dem Gesundheitsamt anzeigen und sich bis zur Entscheidung des Amts innerhalt ihrer Wohnung/Unterkunft aufhalten sowie Kontakte zu anderen Personen meiden (Absonderungspflicht).

Dies gilt auch für Personen mit positivem Befund bei einem Antigenschnelltest, der auf eine Virusinfektion hindeutet. Über die Absonderungs- und Meldepflicht ist bei positivem Befund der Antigenschnelltestung dokumentiert zu belehren. Die Absonderungspflicht kann nur für eine PCR-Testung, eine unaufschiebbare ärztliche Behandlung oder eine rechtsverbindliche gerichtliche oder behördliche Ladung oder Anordnung nach Rücksprache mit dem entsprechenden Arzt/der entsprechenden gerichtlichen bzw. behördlichen Stelle unterbrochen werden. Sie entfällt, wenn der PCR-Test einen negativen Befund ergab und dieses Ergebnis dem Gesundheitsamt schriftlich/elektronisch mitgeteilt und vorgelegt wurde, das Amt die Absonderungspflicht aufhebt/verkürzt/abändert bzw. spätestens nach Ablauf von 14 Tagen, sofern das Gesundheitsamts bis dahin keine Entscheidung bekannt gegeben hat. Personen mit positivem Testergebnis bei einem PCR-Test unterliegen unabhängig von Erkrankungssymptomen der Absonderungspflicht.

Ein Verstoß gegen die Corona-Schutzmaßnahmen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 € geahndet werden.

Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es, die Infektionszahlen in Deutschland und den einzelnen Regionen wieder auf Werte unter 50 bzw. 35 Covid19-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen (7-Tage-Inzidenz) zu senken.

Alle Informationen zur Corona-Pandemie im Saale-Orla-Kreis sowie die aktuellen Corona-Verordnungen des Freistaats Thüringen finden Sie hier oder auf dem Corona-Portal des Landes, ebenso wie Hinweise auf die geltenden Quarantäneregeln für Ein- und Rückreisende sowie Hilfsangebote für Unternehmen, Selbstständige und Kulturschaffende in der Corona-Krise.