WILLKOMMEN IN

PÖẞNECK

Neuwahlen der Schiedsstelle der Stadt Pöẞneck stehen an

Gerichte sind wichtig – aber nicht immer notwendig!

Leider werden die Zivilgerichte auch in Bagatellsachen immer mehr in Anspruch genommen. Dabei wird oft in einem langwierigen Verfahren mit umfangreichen Schriftsätzen durch alle Instanzen gestritten. Ein solches Verfahren sollte den Fällen vorbehalten bleiben, die unbedingt der gerichtlichen Klärung bedürfen.
Ein „erstrittenes Urteil“ führt nicht unbedingt zum Erfolg. Es fördert auch nicht immer den Rechtsfrieden zwischen den Parteien, die häufig als Nachbarn, Geschäftspartner oder sonst im täglichen Leben weiterhin miteinander auskommen müssen. Streitschlichtung – wie sie die Schiedsstelle anbietet – ist hier allemal der bessere und auch kostengünstigere Weg.

 

Für die „kleinen“ Strafsachen ...

Bei vielen kleinen Straftaten muss der „Verletzte“ erst einmal zur Schiedsstelle, ehe Privatklage vor dem Strafgericht gegen den „Beschuldigten“ erhoben werden kann.
Solche Schlichtungsverhandlungen finden z. B. statt bei Hausfriedensbruch, Beleidigung, Verletzung des Briefgeheimnisses, leichter Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung, deren Verfolgung nicht im öffentlichen Interesse ist.
Innerhalb kurzer Zeit werden die Betroffenen von der Schiedsfrau oder dem Schiedsmann zur Verhandlung geladen.
Wie die Erfahrung zeigt, werden dabei über die Hälfte der Fälle gütlich – nämlich durch eine rechtsverbindliche Schlichtung – beigelegt, so dass die Gerichte nicht mehr bemüht werden müssen.
Bei „kleinen“ Straftaten und „kleinen“ bürgerlich-rechtlichen Streitigkeiten sollte man in der Regel zuerst die Schiedsstelle anrufen.

 

Bewerben Sie sich bitte bis 30. Juni 2022!

Das Ehrenamt der Schiedsfrau oder des Schiedsmannes können insgesamt 3 Bürgerinnen bzw. Bürger übernehmen, die mindestens 25 und höchstens 70 Jahre alt sind.
Zur Vermeidung gerichtlicher Auseinandersetzungen besteht die Aufgabe der Schiedspersonen darin, festgefahrene Konfliktsituationen und verhärtete Fronten durch Verhandlungsgeschick aufzubrechen und dadurch kleinere Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten zivilrechtlicher und strafrechtlicher Art zu schlichten und durch Abschluss eines entsprechend zu protokollierenden Vergleiches zu beenden.
Die Schiedspersonen werden in vielfältigen Bereichen tätig, z. B. in Nachbarschaftsstreitigkeiten, Ärger mit dem Vermieter, bei Schmerzensgeld und sonstigen Schadenersatzansprüchen, aber auch in Fällen leichter Körperverletzung, des Hausfriedensbruches, der Beleidigung oder der Sachbeschädigung.

Die 6. Wahlperiode der Schiedspersonen der Stadt Pößneck endet im August 2022. Neuwahlen stehen an.

Die Schiedspersonen werden vom Stadtrat gewählt bzw. können auf Wunsch wiedergewählt werden. Nach Bestätigung der gewählten Schiedspersonen durch das Amtsgericht erfolgt danach durch den Direktor des Amtsgerichtes die Verpflichtung der Schiedspersonen. Die Amtsdauer beträgt 5 Jahre.

Die Schiedspersonen werden für ihr Amt u. a. durch Seminare und regionale Fortbildungsveranstaltungen des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. (BDS) hinreichend ausgebildet. 

Weitere Informationen über die Tätigkeit der Schiedspersonen erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger unter www.schiedsamt.de oder direkt bei der Stadtverwaltung Pößneck, Schiedsstelle, Neustädter Straße 1 (Telefon-Nr. 500231).

Wer in Pößneck wohnt und Interesse an dieser ehrenamtlichen Aufgabe hat, bereit ist, etwas Zeit zu opfern, geduldig zuhören kann und ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen hat, schreib- und redegewandt ist sowie Freude und Geschick an und in der Verhandlungsführung hat, wird gebeten, sich schriftlich bis zum 30. Juni 2022 bei der Stadtverwaltung Pößneck, Fachbereich Innere Dienste, Neustädter Straße 1, 07381 Pößneck, zu bewerben.