Alltag nach 1989/90 - Jugend im Umbruch?

Alltag nach 1989/90 - Jugend im Umbruch?
Moderiertes Filmgespräch mit anschließender Diskussion und Expertenbeitrag im Rahmen der Modulreihe "Transformation - Erfahrungsräume zwischen Unfreiheit und Freiheit".
Was bedeutet es, in einer Zeit des Umbruchs jung zu sein? Der Dokumentarfilm „Die Kinder vom Busbahnhof“ (1990) wirft einen Blick auf die Jugendkultur in Pößneck der 90er Jahre – mitten im Systemwandel der Nachwendezeit. Doch die Fragen, die er aufwirft, sind heute so aktuell wie damals: Wie erlebt man den Verlust von Vertrautem? Wie findet man neuen Halt in einer sich rasant verändernden Welt?
Gemeinsam mit M. Kruppe und dem Historiker Christian Hermann (Universität Erfurt) wollen wir den Film nicht nur historisch einordnen und regionale Ereignisse im Rahmen der Jugendkultur der 90er Jahre in Pößneck thematisieren, sondern auch Brücken schlagen: Zu Menschen, die heute aufgrund von Flucht und Migration ähnliche Erfahrungen machen – den Verlust von Heimat, das Ringen um Zugehörigkeit und die Suche nach Perspektiven in einer neuen Gesellschaft.
Nach der Veranstaltung können Interessierte sich in Gesprächen weiter zu dem Thema vor Ort austauschen.
Die Veranstaltung ist Teil der offenen Modulreihe „Transformation – Erfahrungsräume zwischen Unfreiheit und Freiheit“ und hat zum Ziel, einen Blick aus der Gegenwart auf die Zeit zwischen 1990-2000 zu werfen. Sie wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Modulreihe findet in Kooperation mit der Stadtbibliothek Bilke Pößneck statt.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen unter Tel.: 03663 488-144 oder per Email an info@vhs-sok.de.
Nächste Veranstaltung der Modulreihe: "Transformation international" am 12.06.26, 18 Uhr in der Stadtbibliothek Bilke.