Mangas waren Anfang der 1990er Jahre ein Randphänomen in Deutschland. Doch seit einigen Jahren dominieren die Schwarz-Weiß-Werke aus Japan den deutschen Markt auf beispiellose Weise. Seit Beginn der ersten Manga-Welle im Jahr 2000 wandert eine Vielzahl an Mangas übrigens von der GGP Media GmbH in Pößneck direkt in die Buchläden der gesamten Bundesrepublik. Woher man das weiß? Von etwas, auf das nur wenige achten: Die letzte (oder je nachdem, wie man es aufschlägt, die erste) Seite eines Mangas! Ein kleiner Hinweis deutet hier auch häufiger auf Pößneck hin, der unter anderem wie folgt lauten kann: „Druck und buchbinderische Verarbeitung: GGP Media GmbH, Pößneck“.
Japanische Comics erobern somit die Welt und das auch von Pößneck aus. Dennoch verfügt das Museum642 – Pößnecker Stadtgeschichte in seiner städtischen Sammlung bisher über keinerlei Bestände dieser besonderen Kunstform aus Japan.
Diese Ausstellung möchte das nun ändern und stellt die Entwicklung des Manga-Drucks in Pößneck erstmalig als Teil des städtischen Druck- und Verlagswesens vor. Dabei zeigt sie anhand von vier ausgewählten Mangas auch die Geschichte hinter den Geschichten: Von wem stammen sie? Welche Themen greifen sie auf? Unter welchen Bedingungen sind sie entstanden? Und vor allem fragt sie: Wie kamen die Mangas von Japan bis zu uns nach Pößneck?
Zu sehen zu den Öffnungszeiten des Museum642.
(Mo, Di, Fr, Sa 11-16 Uhr | Do 11-18 Uhr | So 13-17 Uhr)
Weiterhin haben wir im Rahmen der Sonderausstellung museumspädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche entwickelt. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.museum642.de oder persönlich unter 03647 4493088 bzw. 03647 412295 (Museumskasse/Tourist-Information).
